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Schema

 
     
   
Begriff der künstlichen Intelligenz: kategoriales Wissen, das in Form einer Struktur von Leerstellen (slots) repräsentiert ist. In die Leerstellen werden die Ausprägungen der verschiedenen Attribute, die zu einem Schema gehören, eingesetzt. Ein Haus besitzt z.B. eine (nicht vollständige) Schemarepräsentation mit folgenden slots, die spezielle Ausprägungen haben: 1) Oberbegriff: Gebäude, 2) Material: Holz, Stein, 3) Funktion: Wohn- und Arbeitsräume usw. Die typischen Ausprägungen nennt man defaults. Schemata sind dahingehend abstrakt, daß sie das für eine Kategorie Zutreffende kodieren und nicht das, was für ein einzelnes Exemplar einer Kategorie gilt. Von besonderer Wichtigkeit sind die Oberbegriffe: Ein Konzept erbt alle Merkmale seines Oberbegriffes, solange keine widersprüchliche Information vorliegt. Das Schema Gebäude impliziert, daß Dach und Wände vorliegen, daß folglich ein Haus auch Dach und Wände hat. Schemata erleichtern damit die Prozesse des Schlußfolgerns (Kognition, Gedächtnis, neuronale Netzwerke, Begriffsbildung). Schemata sind also innere Ordnungsvorstellungen, kognitive Strukturen, in der das grundsätzliche und relativ abstrakte Wissen, aber auch die Erwartungen, Rollenverteilungen und Verhaltensweisen über eine Person oder Gruppe repräsentiert sind. Schemata beeinflussen die Wahrnehmung der Außenwelt, sie steuern die Aufmerksamkeit und beeinflussen die Interpretation von Informationen einschließlich ihrer Bewertung (emotionale Schemata, angeborener auslösender Mechanismus, Vorurteil, Stereotyp, body image, Kindchenschema, soziale Distanz, Assimilation).


 
     
 
 
 
     
 
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