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Erotographie

 
     
   
Begriff für die neutral oder positiv beurteilten "pornographischen" Darstellungen (Pornographie). Pornographie bezieht sich auf Material, das Sexuelles darstellt und durch die besondere Art der Darstellung Menschen degradiert. Eine Gleichwertigkeit der Beteiligten wird nicht hergestellt; manchmal wird auch direkte Gewalt abgebildet. Vor allem werden Frauen und Kinder, gelegentlich aber auch Homosexuelle in der gemeinten Weise degradiert. Abwertungen fügen nicht nur dem Opfer Schaden zu; sie schaden den Beziehungen zwischen Menschen allgemein; und "Schaden zufügen" ist das Hauptmerkmal von "Aggression". Insofern könnte man Pornographie nun auch als "aggressive Darstellungen von Sexuellem" umschreiben. Diese schaffen und vergrößern Vorurteile - bis hin zu jenem komplexen System von Vorurteilen, das den Namen Vergewaltigungsmythologie erhalten hat.

Erotographie hingegen soll Materialien umfassen, die Sexuelles (mehr oder weniger) explizit darstellen - ohne zu degradieren. Zur Erotographie rechnen neben den Erotika (von Heften bis zu Filmen mit deutlichen Sexbildern) vor allem auch künstlerische Darstellungen (z.B. Aktbilder) und der erotische Realismus (z.B. realistische Schilderungen sexueller Handlungen in der Belletristik). Bislang werden deutliche Sexbilder sofort als "harte Pornographie" in Mißkredit gebracht. Für die Belange des Jugendschutzes mag es weiterhin notwendig sein, aus dem Bereich der Erotographie Teile auszugliedern, die ein Risiko für die Entwicklung von Kindern beinhalten können. Vielleicht brauchen wir für Pornographie und Erotographie auch noch einen Oberbegriff; da bietet sich "Sexographie" (i.w.S. Sexualität beschreibend) an. Sexographie könnte auch die wissenschaftlichen und aufklärenden Texte über Sexualtät umfassen.


 
     
 
 
 
     
 
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