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Vergewaltigungsmythologie

 
     
   
beruht auf einigen zentralen Aussagen: “Eigentlich wollen alle Frauen vergewaltigt werden.” “Vergewaltiger sind entweder krank oder besonders männlich-triebstark.” Der erzwungene Geschlechtsverkehr sei eine – mit Bezug auf das Tierreich – von der Evolution begünstigte Strategie (Soziobiologie): Männern, die sonst bei Frauen keine Chance haben, biete sich so eine Möglichkeit, Kinder in die Welt zu setzen. Diese Mythologien entschuldigen die Täter und beschuldigen die Opfer. Im Gegensatz dazu steht die Position der Soziologie, wonach Vergewaltigung ein gelerntes Verhalten und Ergebnis psychologischer Anpassungen sei. Bekannt ist, daß 70 % der Täter aus dem sozialen Nahbereich der Frauen stammen, d.h. Ehemänner, Freunde oder Bekannte, und psychisch nicht auffällig sind. Je häufiger in einer Gesellschaft Gewalttaten als probates Mittel zur Konfliktlösung angesehen wird, desto häufiger ist auch Vergewaltigung.


 
     
 
 
 
     
 
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