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Vergewaltigung

 
     
   
aufgezwungener Geschlechtsverkehr; schwer traumatisierendes Ereignis mit langfristigen psychischen Folgen: Mißtrauen, Gefühl der Wertlosigkeit, Alpträume, Angstattacken, körperliche Symptome wie Lähmungen, Asthma, Neurodermitis. Vorwiegend sind Frauen von Vergewaltigungen betroffen (Psychotraumatologie). Auch Jahrzehnte nach einer Vergewaltigung leiden noch 60% von befragten Frauen unter Angstzuständen, Nervosität, Alpträumen und anderen Schlafstörungen. Fast die Hälfte der vergewaltigten Frauen hat nicht einmal mit vertrauten Personen über die Vergewaltigung gesprochen. Therapien zielen darauf ab, das Erlebte bewußt und kontrolliert ins Gedächtnis zu rufen, also die Erinnerungen zuzulassen und nicht zu verdrängen. Das Erlebte läßt sich teilweise neu bewerten und interpretieren. Die Folgen einer Vergewaltigung sind oft eher eine Funktion dessen, wie das Opfer die Ereignisse beurteilt, als die Ereignisse selbst. So können z.B. Frauen Vergewaltigungen in Ausnahmezuständen, also v.a. im Krieg, als unvermeidbares Schicksal und typischen Bestandteil bewaffneter Konflikte besser verarbeiten. Auch die Angst vor einer neuen Vergewaltigungen läßt sich dadurch besser abbauen, als dies Opfer sexueller Gewalt in Friedenszeiten können (Gewalt).


 
     
 
 
 
     
 
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