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Metapsychologie
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Erröten

 
     
  eine der auffälligsten physiologischen Begleiterscheinungen seelischer Vorgänge. Irgendeine Erregung bewirkt einen Blutstau, der das Gesicht verfärbt. Ein Schrecken löst im Gegenteil ein Entweichen des Blutes aus, sodaß man bleich wird. Obwohl man aus vielen Gründen erröten kann, wird die Veränderung vor allem als Zeichen der Scham verstanden. »Die holde Jungfrau errötet«, weil sie an die Sexualität gemahnt wird, die sie zu verdrängen gelernt hat. Man wird »schamrot« über einen unanständigen Witz. Infolge dieses Zusammenhanges kommt es manchmal zu einer panischen Errötungsangst, der Angst davor, seine verbotenen Triebtendenzen zu verraten. Auch Tadel oder Lob treiben manchmal »die Schamröte ins Gesicht«, der Tadel als Kränkung, das Lob, weil es Qualitäten anspricht, die man vielleicht nicht immer wird beweisen können.  
     
 
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