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Goffman

 
     
   
Erving, 1922-1982, lehrte Soziologie an der University of California in Berkeley und übernahm 1968 den Lehrstuhl für Soziologie und Völkerkunde an der University of Pennsylvania. Er gilt als vehementer Kritiker der institutionellen Psychiatrie. In seinem bekanntesten Werk, "Asyle" (1961), vertrat er die Ansicht, nicht die Krankheit präge den Patienten, sondern die Institution, der er ausgeliefert ist. Der Psychiatriepatient sei in einer besonderen Zwangslage, da er so tun müsse, als akzeptiere er seine Situation, um wieder aus der Klinik hinaus zu gelangen. Auf diese Weise unterstütze er auch die Berufsrolle der professionellen Experten, die ihn in diese Situation hineinzwingen. Nach Goffman ist diese "selbstentfremdete moralische Knechtschaft" in vielen Fälle für die geistige Verwirrung psychiatrischer Patienten verantwortlich. Für die Gesellschaft sind diese repressiven Institutionen eine Art "Gegenwelt" und negative Modelle ihrer eigenen Organisation (Antipsychiatrie).


 
     
 
 
 
     
 
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