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Graphologie

 
     
   
Kunde (griechisch logos) vom Schreiben (griechisch graphein). Neben den Aufgaben des Schriftsachverständigen (der besonders die Echtheit von Handschriften prüft) wird der Begriff in der Psychologie vor allem für die Versuche verwendet, aus der Handschrift Schlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen. In ihrem wissenschaftlichen Wert ist die Graphologie bis heute umstritten; sie wird in der amerikanischen Psychologie, die in vielen anderen Bereichen die internationale Forschung bestimmt hat, als «nutzlose Methode» (J. P. Guilford) abgelehnt. Jedenfalls sollte die Graphologie nicht als einziges Verfahren angewendet werden, wenn es darum geht, Aufschluß über die Persönlichkeit eines Menschen zu gewinnen (Tests). «Ferngutachten» (wenn zum Beispiel einem Graphologen die Handschriften eines Mannes und einer Frau vorgelegt werden und er ihre Persönlichkeit im Hinblick auf eine Ehe prüfen soll) sind vom wissenschaftlichen Standpunkt aus in ihrem Wert unbewiesen. Nachprüfungen haben gezeigt, daß im «Blindversuch» bereits dann große Irrtümer auftreten, wenn der Graphologe nur das Geschlecht des Schreibers bestimmen soll. Andererseits ist die Schrift sicherlich oft (nicht immer) ein wichtiger Ausdruck der Persönlichkeit des Schreibers, wobei nach den wenigen genauer (statistisch) überprüften Untersuchungen vor allem Eigenschaften wie Steuerung, Selbstkontrolle und Stör-barkeit abgelesen werden können.
 
     
 
 
 
     
 
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