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Psychologielexikon

Überarbeitete Ausgabe

Psychologielexikon

Handschriftenvariablen

Autor
Autor:
Klaus-Dieter Zumbeck

Sammelbezeichnung für alle graphischen Schrifteigenheiten und die sie beeinflussenden Faktoren. Die Handschriftenvariablen wurden von Wallner systematisch geordnet. Faktoren, die auf das Zustandekommen der Handschrift einwirken (wie z.B. Alter des Schrifturhebers, Qualität und Art des Schriftträgers, situationsbedingte Umstände) werden Materialdaten genannt. Die Schrift selbst besteht aus graphischen Variablen. Die konstituierenden Bestandteile der Handschrift werden Grundvariablen genannt, nochmals aufgeteilt in Merkmale (z.B. Größe) und Ganzheitsqualitäten (z.B. Bewegungsrhythmus). Die überwiegende Mehrzahl der graphischen Variablen besteht jedoch aus bewußten oder unbewußten Hinzufügungen oder Veränderungen der Schrift durch den jeweiligen Schreiber. Sie werden Wahlvariablen genannt, aufgeteilt in Eindruckscharaktere (z.B. geordnet) und Besonderheiten (z.B. Endhäkchen). Alle graphischen Variablen sind meßbar. Ihre Anzahl ist praktisch unbegrenzt. Die Gesamtheit der an einer gegebenen Handschrift eruierbaren H. ergeben den graphischen Tatbestand der Schrift.

Literatur

Wallner, T. (1959). Das System der Handschriftenvariablen. Zeitschrift für Menschenkunde, Jg.23, 173-189.


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