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Hofstätter

 
     
   
Peter R., 1913-1994, Sozialpsychologe und Methodiker, studierte in Wien zunächst Physik, Chemie und Mathematik, wechselte unter dem Einfluß insbesondere von Egon Brunswick zur Psychologie. Während des Studiums Beschäftigung mit der Psychoanalyse und Engagement in einem Akademischen Verein für medizinische Psychologie. Nach mehreren Aufenthalten in Ostasien Promotion über das Reifungsproblem bei koreanischen und japanischen Kleinkindern. 1937 Psychologe des Österreichischen Bundesheeres in Wien, 1938-42 Wehrmachtpsychologe in Wien und Berlin, 1945 Habilitation in Graz. 1949 geht Hofstätter in die USA, wird zunächst Research Associate am Massachusetts Institute of Technology und lehrt 1950-55 an der Catholic University in Washington D.C. 1956 erhält er den Lehrstuhl für Psychologie an der Hochschule für Sozialwissenschaften in Wilhelmshaven. 1959-1979 Professor in Hamburg. Hofstätters wissenschaftliche Tätigkeit weist eine grosse inhaltliche Breite auf. So forschte er zu sozialpsychologischen Fragen wie Gruppendynamik, Einstellungen und sozialen Stereotypen und beschäftigte sich mit Quantitativen Methoden der Psychologie (1966, mit D. Wendt). Eine große Auflage erreichte sein Fischer-Lexikon Psychologie, das erstmals im Jahre 1957 erschien. Mit seiner 1963 in einem Zeitungsaufsatz aufgestellten Forderung nach einer Generalamnestie für Straftaten aus der NS-Zeit löste er eine heftige Kontroverse aus.

Literatur

Hofstätter, P. R. (1992). Peter R. Hofstätter. In E. G. Wehner (Hrsg.), Psychologie in Selbstdarstellungen. Band 3 (S. 107-134). Bern: Hans Huber.


 
     
 
 
 
     
 
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