A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Interferenz

 
     
   
liegt dann vor, wenn z.B. sich widersprechende Informationen zu verarbeiten sind. 1) Gedächtnis: die Störung der Reproduktion von gelernten Inhalten (Gedächtnishemmungen). 2) Sprache: Die bekannteste Interferenzerscheinung im sprachlichen Bereich ist der Stroop-Effekt. Wenn Farbbezeichnungen (z.B. "rot") in einer Farbe geschrieben werden, die dem Inhalt dieser Bezeichnung widerspricht (z.B. "grün"), gelingt es nur mit Verzögerung und mehr Fehlern, die Farbe, in der das Wort geschrieben ist, zu benennen als wenn das Farbwort in der dem Wort inhaltlich entsprechenden Farbe oder grau bzw. schwarz geschrieben ist. Nicht ganz so ausgeprägt ist der "umgekehrte" Stroop-Effekt, bei dem das Farbwort gelesen werden muß. Das Phänomen tritt auch auf bei Wörtern, die zwar keine Farbwörter sind, aber mit einer Farbe assoziativ eng verwandt sind, z.B. Blut, Wiese, Schnee oder bei Kunstwörtern, die im Experiment nachweisbar die Eindrucksqualität einer Farbe vermitteln (z.B. "zah" für "rot"). In jüngerer Zeit hat eine Abwandlung des Stroop-Effekts in der Klinischen Psychologie Bedeutung gewonnen. Da im Tachistoskop die Erkennung der Farbe von Wörtern erschwert ist, die psychisch belastenden Begriffen entsprechen (z.B. bei posttraumatischen Störungen Begriffe, die sich auf das traumatische Geschehen beziehen, bei gerade mit der Entwöhnung beginnenden Rauchern das Rauchen betreffende Wörter), kann hiermit der Grad der Belastetheit festgestellt und der Erfolg von Therapien gemessen werden.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
interethnische Differenzen
Interferenzphänomen
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Ekzem atopisches | Assoziationsbahnen | Familiensomatik
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon