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Massenpsychologie

 
     
   
Gegenüber der kleinen Gruppe, die sich von Angesieht zu Angesicht (face to face) kennt, betrifft der Ausdruck Masse eine nicht organisierte, meist vorübergehende Menschenansammlung «Ellbogen an Ellbogen». Massen neigen zu einer Illusion der Macht, zu gegenseitiger Ansteckung mit Gefühlen und Gedanken und zur kritiklosen Übernahme von Anschauungen oder Verhaltensweisen, die manche Individuen darin einzeln nicht vertreten würden. Diese Vorgänge sind wissenschaftlich nur sehr ungenügend geklärt, weil sich die Forschung auf die Gruppendynamik konzentrierte. Eine wichtige Rolle scheint die r» Identifizierung mit einem bestimmten Ziel der Masse («Nieder mit dem ... ismus») oder mit einem bewunderten Führer zu spielen, der von den Mitgliedern an die Stelle ihres eigenen, prüfenden und abwägenden Über-Ich gesetzt wird.
 
     
 
 
 
     
 
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