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Netzbeziehung

 
     
   
auch: Online-Beziehung, virtuelle Beziehung, Cyberbeziehung, soziale Beziehung, die über ein Online-Medium (oft über das Internet) zustandekommt und überwiegend (aber nicht ausschließlich) auf computervermittelter Kommunikation beruht. Netzbeziehungen sind keinesfalls nur oberflächliche Pseudo-Beziehungen, sondern können von den Beteiligten in unterschiedlicher Weise vertieft werden. Typisch für private Netzbeziehungen ist eine beschleunigte Selbstoffenbarung, da der schriftliche Kontakt das Ansprechen heikler Themen erleichtert und die Netzbekanntschaft zunächst vom sonstigen sozialen Umfeld isoliert ist. Die im Kontext einer Netzbeziehung konstruierte Online-Identität zeichnet sich somit nicht selten durch besondere Authentizität aus. Reine Netzbeziehungen können lockere Bekanntschaften, aber auch enge Freundschaften oder leidenschaftliche Liebesbeziehungen sein. Oftmals belassen es die Beteiligten bei gegenseitiger Sympathie nicht bei den im Netz möglichen Formen der Kommunikation und Interaktion (z.B. Unterstützung bei Problemen per E-Mail, Cybersex per Chat), sondern durchlaufen einen schrittweisen Medienwechsel über den Austausch von Fotos und das Telefonieren bis hin zu persönlichen Treffen. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Person Netzbeziehungen anknüpft, ist umso größer, je mehr Zeit sie im Netz verbringt und je stärker sie sich bei der Netznutzung auf die Teilnahme an virtuellen Gemeinschaften und virtuellen Gruppen konzentriert.


 
     
 
 
 
     
 
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