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Verständlichkeitsforschung

 
     
   
Bereich der Psycholinguistik, die sich v.a. mit der Verstehbarkeit schriftlicher Texte befaßt (analog der Rhetorischen Kommunikation und Sprechwissenschaft bei mündlichen Texten). Die Verständlichkeitsforschung bezieht sich auf die Merkmale des Textes selbst, während Textverstehen die kognitiven Vorgänge des Lesers untersucht. Die empirische Erforschung beginnt mit der Lesbarkeitsforschung. Es wurde versucht, objektive Textmerkmale zu finden, die eine Einschätzung der Verständlichkeit eines Textes erlauben. Als Kernfaktoren ermittelte man die Wort- und Satzlänge. Eine frühe Formel, die Reading-Ease-Formel, die sich nur an der Oberflächenstruktur orientiert und semantische sowie inhaltliche Aspekte vernachlässigt, stammt von R. Flesch (1945): RE = 206,835 - 0,846 wl - 1,015 sl (Reading Ease = Leseleichtigkeit; wl = Wortlänge; sl = Satzlänge). N. Groeben (1982) berücksichtigt dagegen psychologische, linguistische und kybernetische Theorien. Seine Verständlichkeitsdimensionen umfassen: sprachliche Einfachheit, kognitive Gliederung und Ordnung, semantische Kürze und Redundanz sowie einen stimulierenden kognitiven Konflikt. Groeben betont zudem die Wichtigkeit von Lesermerkmalen, z.B. das Vorwissen (Wissen, Kognition). Verständlichkeitsforschung findet ihre Anwendung in der Erstellung von Gebrauchsanweisungen, Sachtexten oder auch literarischen Arbeiten.


 
     
 
 
 
     
 
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