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Dilthey

 
     
   
Wilhelm, 1833-1911, faßte Psychologie auf der Basis des Humboldtschen Individualitätsbegriffs als verstehende Geisteswissenschaft auf. Diese Verstehende Psychologie (Geisteswissenschaftliche Psychologie) müsse hermeneutisch-introspektiv vorgehen und das subjektive Erleben des Menschen untersuchen. Subjektivität wird in diesem Ansatz nicht als fehlende Objektivität angesehen, sondern als Ziel des Erkenntnisstrebens formuliert. Mit dem Interesse am erlebenden Individuum besteht ein fundamentaler Unterschied zur empirischen Forschung, bei der sachlich-abstrakt und möglichst forscherunabhängig (intersubjektiv) vorgegangen wird. Auch der Forscher wird als erlebende Versuchsperson angesehen. Dieser Konflikt führte um die Jahrhundertwende zu einer wissenschaftstheoretischen Polarisierung, in deren Mittelpunkt die Beantwortung der Frage stand, ob menschliches Verhalten durch experimentelle Methoden allein hinreichend beschreibbar sei, oder es dazu sinnlichen Verstehens bedürfe. Eduard Spranger bzw. Gordon W. Allport griffen Diltheys Ideen auf und setzten sie praktisch um. Heute jedoch ist ihr Einfluß zurückgegangen.


 
     
 
 
 
     
 
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