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Direkte Psychoanalyse

 
     
   
therapeutischer Ansatz für schwer gestörte Patienten, aber auch für neurotische Patienten, der - von J. E. Rosen entwickelt - von den Einsichten in die psychische Dynamik (z.B. Übertragung, Widerstand) Gebrauch macht, die auf S. Freud zurückgeht, aber andere Methoden einsetzt. Die von den Patienten ausgehenden verbalen und nicht-verbalen Mitteilungen werden "direkt interpretiert": Statt nur zu beobachten und zu deuten, herrschen in der Direkten Psychoanalyse gemäß den gewonnenen Einsichten Erziehung und Disziplin vor. Die therapeutischen Sitzungen finden täglich statt und werden vom Therapeuten gemeinsam oder abwechselnd mit zwei, drei Hilfstherapeuten in einem speziell eingerichteten Haus durchgeführt, in das der Patient während der Therapie zieht und in dem er mit den Hilfstherapeuten zusammenlebt. Die Therapeuten werden zur Pflegefamilie des Patienten und lassen dem Patienen wie einem Säugling die Form und Intensität an Fürsorge zukommen, die er braucht. Die Sitzungen dauern so lange, wie es für den Patienten nötig erscheint, manchmal fünf bis sechs Stunden durchgängig am Tag.

Literatur

Rosen, J. N. (1983). Direkte Psychoanalyse. In R. Corsini (Hrsg.), Handbuch der Psychotherapie. Weinheim: Beltz.


 
     
 
 
 
     
 
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