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Fahreignung

 
     
 
auch: Fahrtauglichkeit, relativ dauerhafte individuelle Verhaltensdisposition, die von Psychologen in Zusammenarbeit mit Medizinern festgestellt wird: hinreichende Eignung = positive Auslese, z.B. bei Fahrgastbeförderung, Fahrlehrern, vorzeitigen Führerscheinerteilungen; Eignungsmangel = negative Auslese, z.B. bei gehäuft aufgetretenen Verkehrsdelikten, mehrfachem Versagen im theoretischen Teil der Fahrprüfung, körperlichen Defekten. Zur Prognose der Fahreignung werden psychologische, biographische und medizinische Informationen zusammengestellt, die aus ärztlicher Untersuchung, Fragebogen und apparativen Tests, Dokumentenanalyse und Exploration stammen. Die wichtigsten Prädiktoren der Fahreignung sind 1) psychologische Daten, z.B. visuelle Wahrnehmungs- und Orientierungsleistungen, selektive Aufmerksamkeit, Konzentrationsleistung, 2) biographische Daten, vor allem Lebensalter (Autofahrer, ältere) und Fahrpraxis (Fahranfänger), aber auch (verkehrs-) delinquentes Verhalten, berufliche und familiäre Situation sowie Gesundheitsdaten. Überragende Bedeutung hat die Wirkung von Alkohol auf die Fahrtauglichkeit. Für die Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit durch diverse Medikamente, insbesondere in Wechselwirkungen untereinander und mit Alkohol ergibt sich ein weniger klares Bild; hier besteht noch Forschungsbedarf (Verkehrspsychologie).


 
     
 
 
     
 
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