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Hominidisierung

 
     
   
Prozeß der Menschwerdung. Unter Hominiden faßt man eine Gruppe hochorganisierter Lebewesen zusammen, die Familie der Menschenartigen. Dazu gehört der moderne Mensch samt seinen Vorfahren, einschließlich der ausgestorbenen Seitenlinien. In der Paläoanthropologie werden sehr unterschiedliche Entwicklungslinien differenziert und Artentrennungen vorgenommen. Dies rührt daher, daß die genetische Artausstattung zu unterschiedlichen Ausprägungsgraden von Merkmalen führt (multiple Allelie). Daher bleibt nicht selten strittig, ob ein Fund zu einer bereits bekannten Art gehört, oder ob eine besondere Merkmalsbildung es erforderlich macht, eine neue Art zu begründen.

Eine gewisse Einigkeit besteht dahin, daß wenigstens sechs Stadien der Hominidisierung unterschieden werden müssen: die Australopithecienen (4 Mio - 1,8 MioJahre), die homo habilis Formen (2 Mio - 1,8 Mio Jahre), homo erectus Formen (1,8 Mio - 0,7 Mio Jahre), homo heidelbergensis (0,7 - 0,3 Mio Jahre), homo sapiens neanderthalensis (0,25 - 0,03 Mio Jahre) und homo sapiens sapiens (0,12 - Gegenwart). Mit diesem Evolutionswege ist eine Vervierfachung des Schädelvolumens und mithin auch des Gehirns verbunden. Die Ernährungsbedingungen und die Zwänge, adaptive soziale Organisationsformen während der Eiszeiten (Pleistozän) auszubilden, haben eine wesentliche Rolle bei der Entstehung spezifisch menschlicher Intelligenz gespielt (Evolutionspsychologie).

Literatur

Tattersall, I. (1997). Puzzle Menschwerdung. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Leakey, R. (1994). Die ersten Spuren. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.


 
     
 
 
 
     
 
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