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Klüver-Bucy-Syndrom

 
     
   
zuerst beim Affen entdecktes Syndrom, gekennzeichnet durch visuelle Agnosie, überbordende orale Aktivitäten (z.B. Tendenz, alle möglichen Objekte in den Mund zu stecken), Hypersexualität, Hypermetamorphose (auf alle und jede Art von Reizen zu achten und zu reagieren), Amnesie, Zahmheit (Plazidität) und Änderungen in den Eßgewohnheiten (jede Art von Nahrung in großen Mengen zu essen). Die Hirnschädigung liegt im Bereich der vorderen Schläfenlappen und schließt dort die Amygdala (Zentralnervensystem) mit ein. Die Symptomkonstellation ist in Ausprägung und Vollständigkeit vom Ausmaß der Hirnschädigung und vom Zeitabstand zur Hirnschädigung abhängig. Hyperoralität tritt nahezu durchgehend auf, Hypersexualität, Hypermetamorphose, Amnesie und Plazidität in ca. drei Viertel aller Fälle, visuelle Agnosie und Bulimie (Bulimia nervosa) sind etwas seltener bzw. kurzzeitiger anhaltend.

Literatur

Aichner, F. (1984). Die Phänomenologie des nach Klüver und Bucy benannten Syndroms beim Menschen. Fortschritte der Neurologie, Psychiatrie und ihrer Grenzgebiete, 52, 375-397.


 
     
 
 
 
     
 
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