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Klages

 
     
   
Ludwig, 1872-1956, deutscher Philosoph und Psychologe, seine Arbeiten gelten als wegweisend für die Entwicklung der Graphologie, Charakterologie und Ausdruckspsychologie. Studium der Physik und der Chemie in Leipzig und München, dort 1899 Promotion in Chemie, 1896 Mitgründer der Deutschen Graphologischen Gesellschaft und von 1900 bis 1908 Herausgeber der Graphologischen Monatshefte, um 1903 Gründung und Leitung des privaten Psychodiagnostischen Seminars (später als Seminar für Ausdruckskunde weitergeführt) in München, ab 1915 in Kilchberg bei Zürich. Er übte mit seinen Arbeiten zur Charakterologie (Prinzipien der Charakterologie, 1910, seit der 4. Auflage 1926 unter dem Titel Grundlagen der Charakterkunde), zur Ausdruckskunde (Ausdrucksbewegung und Gestaltungskraft, 1913) und zur Graphologie (Handschrift und Charakter, 1917) starken Einfluß auf die diagnostischen Konzeptionen der zeitgenössischen Psychologie aus. In seinem philosophischen Hauptwerk Der Geist als Widersacher der Seele (3 Bd. 1929-1933) vertritt er einen lebensphilosophischen Standpunkt und nimmt die antike Dreiteilung in Geist-Seele-Leib wieder auf. Seele und Leib faßt er jedoch als zusammengehörende "Pole der Lebenszelle" auf, denen der Geist antagonistisch gegenüberstehe.

Literatur

Hammer, S. (1992). Ludwig Klages: Ein zu Recht vergessenes Kapitel der Psychologiegeschichte? In S. Hammer (Hrsg.), Widersacher oder Wegbereiter? Ludwig Klages und die Moderne (S. 65-83). Heidelberg: Hüthig Verlagsgemeinschaft.


 
     
 
 
 
     
 
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