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Vergessen

 
     
   
1) Unmöglichkeit der Reproduktion erlernter Gedächtnisinhalte bzw. fehlendes Wiedererkennen erlernten Materials. Die Theorie des Spurenzerfalls bzw. die Zerfallstheorie vermutet, daß das Vergessen vom Zeitpunkt des erlernten Materials abhängig ist: Die Gedächntisspur verblasse mit zunehmender Zeit (Vergessenskurve). Die Interferenztheorie nimmt an, daß konkurrierende Informationen zu einem bisher gelernten Gegenstand das Vergessen des alten Erlernten zur Folge hat (Gedächtnishemmungen, Informationsverarbeitung, Gedächtnis). 2) Aus Sicht der Psychoanalyse ein Mechanismus, um die Vergangenheit, die als Last empfunden wird, abzuwerfen und die Zukunftsbewältigung zu beschleunigen: Erinnerungen seien formbar, ihr Entstehen sei ein kontinuierlicher Prozeß, der nie wirklich abgeschlossen sei. Die eigene Vergangenheit könne immer wieder anders wahrgenommen werden; je nachdem, wie wir uns erinnern (und was wir vergessen), werden unsere Selbstwahrnehmung und unser Selbstbild beeinflußt: “Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist.” 3) aus der Sicht der Lerntheorie: Löschung (Lernen).


 
     
 
 
 
     
 
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