A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Manning-Theorie

 
     
   
auch: Theorie des Ökosystems, umstrittener rollentheoretischer Ansatz in Mesosystemen, von Barker 1960 entwickelt und auf konkrete Lebensbereiche (behavior setting) angewandt. Ein Beispiel: In einer Schule (Mesosystem) werden Verhaltensangebote gemacht (z.B. Theaterspiel). Es gibt grundsätzlich zwei Rollen für die Mitglieder des Mesosystems – die des Teilnehmers an einer der Gruppen und die des Nichtteilnehmers (dem das Angebot auch vorliegt, es aber nicht annimmt). Die Manning-Theorie versucht vorherzusagen, wie sich das Verhältnis zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern in unterschiedlich großen Lebensbereichen gleicher Art (große Schule versus kleine Schule) verhält, und versucht die Unterschiede zu erklären. Wie sich empirisch immer wieder feststellen läßt, kommt es in kleinen Mesosystemen zu einem höheren Prozentsatz von Teilnehmern als in großen Mesosystemen – was nun je nach Autor ganz unterschiedlich interpretiert wird. Wicker macht dafür z.B. den größeren äußeren Druck zur Teilnahme an den Angeboten verantwortlich, Barker selbst geht vom (in der Fachwelt problematisch bewerteten) Quotienten aus Teilnehmern und Mitgliedern des Mesosystems aus.

Literatur

Witte, E. (1989). Sozialpsychologie. Ein Lehrbuch. Weinheim: Psychologie Verlags Union.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Mannheimer Test zur Erfassung des physikalisch-technischen Problemlösens
Männlicher Protest
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Zeichentheorie | Selbstregulation | Mentalaberation
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon