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Moll

 
     
  Albert, 1862–1939, deutscher Mediziner und Psychotherapeut, Pionier der Sexuologie. 1885 Promotion in Berlin bei Rudolf Virchow, 2 jährige Studienreise durch Europa, danach Niederlassung als Nervenarzt in Berlin, 1888 Mitgründer der Berliner Gesellschaft für Experimentalpsychologie. Molls Tätigkeitsbereich war sehr breit gefächert. Er setzte sich für eine wissenschaftlich fundierte ärztliche Psychotherapie ein, die er von der psychoanalytischen Richtung Freuds abgrenzte und sah in Suggestion und Hypnose wichtige therapeutische Mittel. Neben Iwan Bloch, Magnus Hirschfeld, Max Marcuse und Hermann Rohleder gilt Moll als Begründer der Sexualwissenschaft (Sexualität). 1926 veranstaltete er den Internationalen Kongreß für Sexualforschung in Berlin. Zu seinen Interessen gehörten auch Psychotechnik und Spiritismus, auf letzterem Gebiet wurde er durch die Entlarvung sogenannter Hellseher bekannt. Wichtige Veröffentlichungen sind Der Hypnotismus (1889), Die konträre Sexualempfindung (1891), Das Sexualleben des Kindes (1909) und Spiritismus (1925).

Literatur

Moll, A. (1936). Ein Leben als Arzt der Seele. Dresden: Reißner.


 
     
 
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