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Multimodales Interview

 
     
   
spezifische Form strukturierter Interviews (nach Schuler), die mehrere Gesprächskomponenten und Fragetypen zu einem Interviewsystem verbindet. Das Multimodale Interview wird v.a. zur Auswahl von Bewerbern (Berufseignungsdiagnostik), zunehmend aber auch zur Personalentwicklung eingesetzt. Der Gesprächsaufbau besteht in vollständiger Form aus den Komponenten Gesprächsbeginn, Selbstvorstellung des Bewerbers, Fragen zur Berufs- und Organisationswahl, Fragen zum Handlungswissen, Freier Gesprächsteil, Biographiebezogene Fragen, Realistische Tätigkeitsinformation, Situative Fragen, Gesprächsabschluß. Für das Multimodale Interview läßt sich zeigen, daß es sich sowohl zur konstruktorientierten wie zur simulationsorientierten Diagnostik eignet. Dementsprechend ergaben Studien zur Konstruktvalidierung mittlere bis hohe Übereinstimmung mit den Ergebnissen einerseits psychologischer Tests (z.B. sozialer Kompetenz), andererseits arbeitsprobenartiger Verfahren (z.B. Gruppendiskussion im Assessment Center). Das anforderungsbezogen aufgebaute Multimodale Interview wird in verschiedenen Branchen, für verschiedene Tätigkeitsbereiche und für praktisch alle Positionsniveaus eingesetzt. Studien zur prognostischen Validität ergaben Koeffizienten, die erheblich über den Werten für konventionelle Auswahlgespräche liegen und etwa der Validität kognitiver Fähigkeitstests und Assessment Centers gleichkommen.


 
     
 
 
 
     
 
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