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Purkinje

 
     
   
Johannes Evangelista, 1787–1869, tschechischer Physiologe und Anatom. Er war einer der größten Experimentalphysiologen seiner Zeit. Er studierte an der Universität Prag, wurde 1823 Professor für Physiologie an der Universität Breslau und wechselte 1850 an die Universität Prag, wo er das physiologische Institut gründete.

Purkinje war ein Pionier auf den Gebieten der Histologie, Embryologie und Pharmakologie und befaßte sich insbesondere mit den Funktionen von Auge, Herz und Gehirn. Zu seinen weiteren Forschungsgebieten zählten die Wirkung von Drogen wie Opium und die Bedeutung der Fingerkuppenlinien für die Identifizierung eines Menschen. Er erfand das Mikrotom, ein Gerät, um hauchdünne Gewebeschnitte für mikroskopische Studien herzustellen. Zu seinen histologischen Entdeckungen zählen die Schweißdrüsen, die Neuronen des Kleinhirns (Purkinje-Zellen), die Muskelfasern im Reizleitungssystem des Herzens (Purkinje-Phänomen) und das menschliche Keimbläschen (Purkinjesches Bläschen). Für die Psychologie von Interesse sind seine Arbeiten über subjektive Gesichtsbilder und seine Versuche, physiologische Daten psychologisch zu interpretieren.


 
     
 
 
 
     
 
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