A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Schlußinterventionen

 
     
   
in der systemischen Therapie gebräuchliche Arbeitsmethode, bei der auf der Basis einer Analyse des Interaktionssystems zum Ende einer Sitzung nach einer Beratungspause ein Kommentar oder eine Verschreibung bzw. Hausaufgabe vergeben wird. Ziel ist es dabei, gewohnte Interaktionen zu blockieren und das ratsuchende System für eine begrenzte Zeit in eine Phase der Instabilität zu bringen, in der die Chance für neue Muster erhöht wird. Beispiel: "Sie sagen, Ihr Kind stottert, doch hier sehe ich noch nicht das Vollbild. Daher bitte ich Sie, zum nächsten Mal mit dem Kind täglich 1 Stunde zu üben, wie man stottert!" Die gewohnte Interaktion, die sich in der Familie ständig um die Kontrolle des Symptoms drehte, wird so unmöglich. Während gegenwärtig in der systemischen Therapie Schlußinterventionen vor allem in Form von Kommentaren und Hausaufgaben eingesetzt werden, wird der Einsatz paradoxer Interventionen heute eher kritisch diskutiert, wie er vor allem nach dem Mailänder Modell (Psychotherapie) praktiziert wurde, weil ihr "Orakelspruch"-Charakter autoritäre, nicht-partnerschaftliche Beziehungsmuster unterstütze.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Schlußfolgerungsstrategien
Schlüssel-Schloß-Prinzip
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Raumtäuschung | Farb-Wort-Interferenz | statistische Sicherheit
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon