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Schubert

 
     
   
Gotthilf Heinrich, 1780–1860, Naturwissenschaftler, Arzt und Philosoph, ein theosophisch-mystischer Denker und Romancier, der starken Einfluß auf die Literatur der deutschen Romantik, insbesondere auf Heinrich von Kleist und E.T.A. Hoffmann, hatte. Nach dem Studium der Theologie in Leipzig und der Medizin in Jena war er als Arzt in Dresden tätig. 1819 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Naturgeschichte der Universität Erlangen, 1827 an die Universität München. Schubert wurde Mitglied der Akademie der Wissenschaften und zum Geheimrat ernannt. Schubert entwickelte eine natur- und geschichtsphilosophische Theorie, in deren Zentrum die Idee eines universal-harmonischen Weltganzen stand (“Die Geschichte der Natur”, 1835-1837). Er beschäftigte sich mit Hellsehen (Parapsychologie), tierischem Magnetismus (Franz A. Mesmer), möglichen Entsprechungen zwischen psychischen und physikalisch-chemischen Prozessen und setzte sich in seiner Seelenlehre (“Geschichte der Seele”, 1830) mit dem Unbewußten auseinander (Leib-Seele-Problem). In seiner “Symbolik des Traums” (1814) nahm er so manche Gedanken der Psychoanalyse vorweg.


 
     
 
 
 
     
 
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