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Sprachproduktionssystem

 
     
   
Modell eines hierarchisch gegliederten Gefüges von miteinander verbundenen Teilsystemen. Es lassen sich drei Teilsysteme identifizieren: 1) Die sog. Zentrale Kontrolle ist zuständig für die zentrale Planung zum Was und Wie einer Äußerung. Diese zentrale Planung wird dann als Vorgabe an die sog. Hilfssysteme weitergeleitet. 2) Die Hilfssysteme ergänzen die zentrale Planung mit Details zur Sprechgeschwindigkeit, Sprechmelodie, Betonung, Grammatik und spezifischen Wortwahl usw. 3) Das dritte Teilsystem, der Enkodiermechanismus, setzt den Enkodierinput in die Ausführungsbestimmungen der einzelnen sprachlichen Äußerung um. So legt der Enkodiermechanismus exakt die einzelnen Phonemfolgen (Phonem) und die spezifischen Zusatzinformationen über die zu realisierende Betonung, Segmentierung usw. fest. Dies sind dann die Vorgaben für die nachgeordneten psychophysiologischen Instanzen, die die einzelnen Lautfolgen erzeugen.

Für jede Äußerung sind immer mehrere Hilfssysteme gleichzeitig aktiviert. Dadurch entsteht die Gefahr, daß die verschiedenen Hilfssysteme widersprüchliche Vorgaben (Markierungen) für das nachgeordnete, dritte Teilsystem erzeugen. Solche Widersprüche werden dadurch vermieden, daß die Hilfssysteme sowohl parallel als auch interaktiv tätig sind. Durch die Interaktion vergleichen die Hilfssysteme ihre jeweiligen Vorgaben (Markierungen) miteinander und können sich selbst zu einer Widerspruchsvermeidung hinregulieren (constraint satisfaction) (Sprechen).


 
     
 
 
 
     
 
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