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Stumpf

 
     
   
Friedrich Carl, 1848–1936, Psychologe und Philosoph. Er studierte ab 1865 in Würzburg Theologie und Philosophie bei F. Brentano, anschließend Naturwissenschaften und Philosophie bei R. H. Lotze in Göttingen, wo er 1870 promovierte und sich habilitierte mit Über den psychologischen Ursprung der Raumvorstellung (1873). 1873 wurde er Professor der Philosophie in Würzburg, 1879 in Prag, 1884 in Halle, wo sich E. Husserl bei ihm habilitierte, 1889 in München, 1893 in Berlin, wo er ein psychologisches Seminar, das spätere Psychologische Institut, gründete. Stumpf ist einer der Begründer einer funktionalen Psychologie. Er befaßte sich besonders mit Musikpsychologie und Tonpsychologie (1883, 1990), die er experimentell erforschte. Die Begründer der Gestaltpsychologie, W. Köhler, K. Koffka, M. Wertheimer sind seine Schüler. Er publizierte u. a. Erscheinungen und psychische Functionen (1906), Philosophische Reden und Vorträge (1910), Die Anfänge der Musik, (1911), Empfindung und Vorstellung, (1918), Erkenntnislehre (2 Bde., 1939, 1940).

Literatur

Sprung, H. (Hrsg.) (1997). Carl Stumpf – Schriften zur Psychologie. Frankfurt am Main: P. Lang.


 
     
 
 
 
     
 
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