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Philosophie

 
     
   
»Liebe zur Weisheit«, der Versuch, die Vielfalt des Lebens in einen überschaubaren Zusammenhang zu bringen und darin ein übergeordnetes Gesetz zu erkennen. Die Weltanschauungen, die philosophische Denker entworfen haben, sind mit ihren Wertordnungen den Glaubenssystemen der Religion nahe verwandt, obwohl sie sich nicht auf göttliche Offenbarung berufen. Die Bemühung, in den Widersprüchlichkeiten der Erfahrung einen Sinn des Lebens zu entdecken, entspricht den Wünschen des Menschen nach verläßlicher Orientierung. Sie bleibt so gut wie nie ohne Einseitigkeiten und realitätsferne Konstruktionen. Heinrich Heine hat den Philosophen sogar mit dem Vers verspottet: »Mit seinen Nachtmützen und Schlafrockfetzen / Stopft er die Lücken des Weltenbaus. « Da die Philosophie über die Erfahrung hinausgeht und die Intuition als Quelle der Erkenntnis betrachtet, ist sie selbst keine Wissenschaft, kann aber den Wissenschaften Aufgaben zuweisen und ihnen eine Art Überbau geben. In ihrem Abstand zu der Realität, wie sie unmittelbar erlebt werden kann, kann sie sich nur einer Minderheit verständlich machen und nur ihr eine psychische Hilfe bieten. Vor allem die meist der Wirklichkeit viel stärker verhafteten Frauen finden kaum je einen Zugang zu ihr. Das entspricht der bemerkenswerten Tatsache, daß so viele Philosophen ein ausgesprochen gestörtes Verhältnis zum Weibe hatten : Sokrates, Plato, Kant, Schopenhauer, Nietzsche. Es ist, als ob sie einen Teil der Wirklichkeit hätten abwehren müssen. Hieran zeigt sich beispielhaft, daß kein Denksystem das Lebensganze erfassen kann.
 
     
 
 
 
     
 
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