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Tinbergen

 
     
   
Nikolaas, 1907–1988. Der niederländische Zoologe und Nobelpreisträger gilt als einer der Begründer der Ethologie (Vergleichende Verhaltensforschung). Schon als Kind beschäftigte er sich mit der Beobachtung des Verhaltens von Tieren. Er studierte an der Universität Leiden, promovierte 1932 und lehrte dort als Professor, später wurde er an die Universität Oxford berufen. Bekannt wurde er u.a. durch seine Forschungen über Möwen und Untersuchungen zum Bettelverhalten von Jungvögeln. Beschränkte sich seine Arbeit anfangs auf Tiere, so dehnte er sie später auch auf Untersuchungen z.B. von autistischen Kindern im Vergleich zu gesunden aus. Tinbergen betonte den Standpunkt, daß die Ethologie – im Gegensatz zu der mit Versuchstieren arbeitenden Psychologie – tierisches Verhalten lediglich beobachtet und auch keine Antworten auf aus der Humanpsychologie abgeleitete Fragen sucht. Untersuchungen sollten in der natürlichen Umwelt des Tieres durchgeführt werden. Er vertrat die Ansicht, daß tierisches Verhalten weder gänzlich angeboren noch gänzlich erlernt ist. 1973 bekam er zusammen mit Karl von Frisch und Konrad Lorenz für ihre Studien auf dem Gebiet der Verhaltensforschung den Nobelpreis verliehen. Sie wurden gemeinsam für Erforschung der verschiedenen Möglichkeiten ausgezeichnet, wie sich in Tiergemeinschaften individuelles und soziales Verhalten entwickelt.


 
     
 
 
 
     
 
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