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Vater-Beziehung

 
     
 
Die Beziehung zum Vater ist in der seelischen Entwicklung von fast ebenso großer, wenngleich heute oft weniger auffallender Bedeutung wie die Beziehung zur Mutter (Mutter-Kind-Beziehung). Der Vater tritt meist weniger in Erscheinung, als es in der bäuerlichen oder handwerklichen Familie der Fall war, wie sie früher vorherrschte. Er ist vielfach kein unmittelbar wirksames Vorbild mehr, beeinflußt auch die Erziehung möglicherweise nicht so unmittelbar wie früher, als er die Söhne in ihren späteren Beruf einführte. Aber die Beziehung zwischen Vater und Mutter gewinnt gerade in der heute in den Industriestaaten typischen Kleinfamilie eine zentrale Bedeutung für die seelische ¦* Entwicklung der Kinder. Ob sich der Vater mitverantwortlich fühlt und die Mutter unterstützt oder ob er sich durch Finanzierung des Lebensunterhalts der Familie von dieser Verantwortung freikauft, scheint in der Entstehung kindlicher Verhaltensstörungen eine wichtige Rolle zu spielen. Der beste Schutz gegen solche Störungen der Kindheit sind die Zufriedenheit und Ausgeglichenheit der Hauptbezugspersonen. Hier sind beide Eltern gleich wichtig; vielfältige Beziehungserfahrungen mit beiden Eltern sind auch die günstigste Voraussetzung der späteren sozialen Entwicklung.
 
     
 
 
     
 
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