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Verkehrsmittelwahl

 
     
   
hängt vor allem von der Infrastrukturqualität des Öffentlichen Verkehrs ab. Die ständig wachsende Mobilität wird in den Industriestaaten in immer größerem Umfang vom motorisierten Individualverkehr bewältigt. Es gilt die Faustregel: Wer ein Auto besitzt, der benutzt es auch. Führerscheinbesitz und PKW-Besitz steigen beständig an. Obwohl das Auto unbestreitbare Vorzüge für viele Wege aufweist (leichte Verkettung verschiedener Aktivitäten, zeitliche – Fahrpläne – und räumliche – Haltestellen, Unabhängigkeit, eventuelle Zeit- und Kostenvorteile, Transportmöglichkeit für Güter etc.) überrascht die Einseitigkeit in der Verkehrsmittelwahl angesichts der wachsenden Umweltsensibilität (Umweltpsychologie). Diese Sensibilität zeigt sich in den Einstellungen (90% bejahen das Statement, daß die Bevölkerung weniger mit dem Auto fahren sollte), weniger in den Intentionen (33% haben den Vorsatz, in Zukunft weniger mit dem Auto zu fahren), noch weniger im Verhalten. Als psychologische Modellvorstellung zur Erklärung und Vorhersage des Verkehrsmittelwahlverhaltens wird die Theorie des geplanten Verhaltens bevorzugt, die allerdings die starke Rolle der Gewohnheit als automatisierendes Element einer als kontrolliert-rational modellierten Entscheidung nicht berücksichtigt. Als Erklärung für die Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten konnten vor allem emotionale Phänomene gefunden werden (z.B. Identifikationshemmnisse mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Verdrängungstendenzen, zu positive Selbstbilder).



 
     
 
 
 
     
 
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