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Psychologielexikon

Überarbeitete Ausgabe

Psychologielexikon

Aebli

Autor
Autor:
Manuela Bartheim-Rixen

Aebli, Hans, 1923-1990, Schweizer Entwicklungspsychologe, der das Gedankengut von Piaget auf die Didaktik anwendete. Aufgewachsen in Zürich, absolvierte Aebli dort zunächst ein Padagogikstudium unter Guyer, bevor er sich auf dessen Anraten bei Piaget in Genf der Psychologie widmete und 1951 über psychologische Didaktik promovierte. Als Stipendiat gelangte Aebli zunächst 1949 nach Minneapolis an das Institute of Child Welfare unter John E. Anderson, bevor er Mitte der fünfziger Jahre in Saarbrücken wirkte. In dieser Zeit widmete er sich neben entwicklungspsychologischen Fragen (Erziehungsberatung) auch der forensischen Psychologie (Glaubwürdigkeit kindlicher Zeugen, Entwicklungsstand jugendlicher Delinquenten). 1957 kehrte er nach Zürich zurück und beschäftigte sich mit der Didaktik der Lehrerbildung. Es entstanden Aeblis berühmte "Grundformen des Lehrens". Nach der Ablehnung dieses Werkes als Habilitation stellte er 1959 eine zweite Schrift fertig, die angenommen wurde. Allerdings zerbrach der langjährige Kontakt zu Piaget, der Aebli dessen deutliche Kritik an der "geistigen Entwicklung des Kindes" übelnahm. 1962 berief man ihn an das psychologische Institut der FU Berlin, wo Aebli bis 1966 tätig war (zusammen mit Hörmann, Kaminski, Franke und Holzkamp), bevor er nach Konstanz wechselte. Dort war er maßgeblich am Institutsaufbau beteiligt. Seine Karriere schloß er in Bern ab.

Literatur

Aebli, H. (1992) Hans Aebli. In E.G. Wehner (Hrsg.), Psychologie in Selbstdarstellungen. Band 3. Bern: Hans Huber.

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