A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Aichhorn

 
     
   
Aichhorn, August, 1878-1949, Mitarbeiter Anna Freuds und Vorsitzender der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Er emigrierte im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nicht und trug statt dessen - zusammen mit Alfred Frhr. von Winterstein - die österreichische Psychoanalyse trotz Überwachung durch die Gestapo durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs. Als Pionier wendete er psychoanalytische Theorien auf die Lösung des Problems der Verwahrlosung bzw. der Jugenddelinquenz an und schuf damit die Basis einer frühzeitigen Vernetzung von Psychologie und Sozialpädagogik. Diese Erkenntnisse legte er 1925 in seinem berühmten Buch "Verwahrloste Jugend" nieder. Als Leiter österreichischer Heime ("Fürsorgeanstalten") setzte er sich für einen biographisch orientierten Zugang sowie für die Ausbildung einer persönlichen Beziehung zum Jugendlichen ein.

Literatur

Lück, H.E., Miller, R. & Rechtien, W. (Hrsg). (1984). Geschichte der Psychologie. Ein Handbuch in Schlüsselbegriffen. München: Urban & Schwarzenberg.
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
AI
Aichmophobie
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Milz | Reaktionskonzepte | empirische Pädagogik
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon