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psychoanalytische Theorie

 
     
   
wurde oft und grundsätzlich hinsichtlich ihrer Gültigkeit in Frage gestellt. In einschlägigen Untersuchungen sollten deshalb die Freudschen Annahmen geprüft werden. Für die verschiedenen Theoriebereiche sind z.B. folgende Fragestellungen wichtig: 1) Traumlehre: Lassen sich für einen Traum jeweils reliabel ein manifester und ein latenter Trauminhalt erheben? Inwiefern lassen sich Freuds Vorstellungen von der Funktion des Traumes empirisch stützen (z.B. durch Traumdeprivation)? 2) Krankheitslehre: Lassen sich Freuds Aussagen über Zusammenhänge von Homosexualität und Paranoia testen, und wenn ja, läßt sich z.B. auch die besondere Rolle, die der Projektion zugeschrieben wird, empirisch untermauern? 3) Persönlichkeitslehre: Existieren Cluster von Persönlichkeitseigenschaften, wie Freud sie den einzelnen Persönlichkeitstypen zuordnet? Zeigen diese Persönlichkeitstypen ggf. bestimmte Abwehr- oder Krankheitsmuster? 4) Ödipus-Komplex: Lassen sich bei Kindern (im Alter von drei bis fünf Jahren) Muster von Zu- und Abneigung ihren Eltern gegenüber erheben, die zu Freuds Ansichten zum Ödipus-Komplex passen? Lassen sich bei Jungen und Mädchen Kastrationsangst bzw. Penisneid demonstrieren? 5) Abwehrmechanismen: Lassen sich die Freudschen Annahmen der Existenz von Verdrängung und der Projektion empirisch untermauern? Bedeutung der frühen Kindheit: Muß ihr auf spätere Verhaltensweisen ein direkter Einfluß zugebilligt werden – oder sind solche Zusammenhänge alleine auf Variablen wie Sozialschicht, genetische Faktoren usw. zurückzuführen?

Literatur

Kline, P. (1988). Psychology and Freudian theory (Reprint). London: Methuen.


 
     
 
 
 
     
 
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