A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Bühler

 
     
   
Bühler, Charlotte, 1893-1974, Entwicklungspsychologin und Therapeutin der ersten Stunde sowie Frau Karl Bühlers, entwickelte eine auf biographischen Daten basierende Phasenlehre der menschlichen Entwicklung. Ihre christliche Erziehung konfrontierte sie bereits früh mit der Sinnfrage menschlichen Lebens und begründete dadurch ihr psychologisches Forschungsinteresse bzw. ihre Suche nach Erkenntnis. Ihre Leitidee bestand in der Überzeugung, der Mensch sei selbstbestimmt und motiviert, seine Lebensziele zu erreichen. Die persönliche Erfüllung stelle das höchste Ziel dar und könne durch die Passage einzelner Lebensziele erreicht werden. Menschen unterschieden sich zwar in der Auswahl ihrer Ziele und der Art, sie zu erlangen, teilten aber die Ausrichtung auf permanenten Fortschritt an Stelle der Ruhe eines Gleichgewichtszustandes. Bühler unterstrich die individuellen Tendenzen nach persönlicher Zufriedenheit, nach Anpassung zwecks Erlangung von Sicherheit, nach Kreativität bzw. Selbstentfaltung und nach Ordnung bzw. Integration. Ihr psychologischer Beitrag - im Publikationszeitraum von 55 Jahren - ist beachtlich. Ihr Hauptaugenmerk lag auf den Gebieten der lebenslangen Entwicklung bzw. der Lebensziele, Kinderpsychologie, projektiver Verfahren und Erziehungspsychologie. Ihre humanistisch geprägten Theorien setzte sie später als Therapeutin praktisch um. Ende der fünfziger Jahre gründete sie mit Rogers, Maslow und Goldstein die American Association for Humanistic Psychology (Humanistische Psychologie).
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
buddies
Bühler-Hetzer-Test
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Ökologische Psychologie | Sympathikotonus | Absorption
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon