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Familiendynamik

 
     
   
Bezeichnung für das komplexe Muster an Interaktionen - einschließlich der diese bestimmenden individuellen kognitiv-emotionalen Prozesse - in einer Familie, wobei sowohl die gegenwärtige Dynamik als auch deren Entstehungsgeschichte und weiteren Verläufe von Belang sind. Der Begriff "Muster" verweist dabei darauf, daß regelhafte, typische Abfolgen und Konstellationen in den Interaktionen bzw. Kommunikationen beobachtbar sind, die z.B. im Rahmen von Familientherapie mit Hilfe von Notationssystemen beschrieben und aufgezeichnet oder aber im therapeutischen Prozeß unmittelbar sichtbar gemacht und bearbeitet werden können (z.B. mittels der Familienskulptur). Bedeutsam ist, daß eine Familie in ihrer Entwicklung typische Phasen durchläuft - u.a. Paarbildung, Geburt der Kinder, Einschulung, Verlassen des Elternhauses, Ausscheiden der Eltern aus dem Arbeitsleben, Tod - auf deren Herausforderung die Familiendynamik in spezifischer Weise reagieren und sich reorganisieren muß. Diese Umbrüche sind besonders leicht Quellen für problematische und symptomatische Entwicklungen.

Besonders im Rahmen der systemischen Therapie haben sich ganze Bündel von Erklärungsmustern für spezifische Aspekte sowie Interventionstechniken zum Umgang mit Familiendynamik herausgebildet (und als familientherapeutische "Schulen" etabliert). Familiendynamik ist daher auch der Name einer der führenden deutschsprachigen Zeitschriften im Bereich der Familientherapie und -psychologie.


 
     
 
 
 
     
 
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