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Marginal

 
     
   
»am Rande«. Die Soziologie spricht von Marginal-Schichten und Marginal-Persönlichkeiten. Als Randschichten kann man Gruppen bezeichnen, die zu klein, zu zerstreut und manchmal auch zu uneinheitlich sind, um wenigstens als Minderheiten einen gewissen Anspruch in der Gesellschaftsordnung geltend zu machen. Man denke etwa an Artisten, Schausteller und Binnenschiffer, aber auch an Gastarbeiter-Gruppen oder an Zigeuner. Der »marginal man« der amerikanischen Soziologen ist ein Mensch, der zwischen verschiedenen sozialen Gruppen steht und zu keiner von ihnen wirklich gehört. So ist der Vorarbeiter zugleich Kollege wie Chef seiner Kameraden, fühlt sich einerseits seiner Klasse, andererseits aber dem Unternehmen verpflichtet. Es kommt zu Rollenkonflikten, wie sie für Aufsteiger typisch sind. Die Marginal-Persönlichkeit findet nirgends ein Muster, an das sie sich anpassen kann, und leidet oft unter dem Zwang, das Verhalten und das Selbstverständnis eigentlich nur aus sich heraus gewinnen zu können.
 
     
 
 
 
     
 
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marginal man
 
     
     
 

 

 
     

 

   
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