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Matrixorganisation

 
     
   
Organisationsform in Unternehmen, die in der Regel aus funktionalen, traditionalen oder bürokratischen Strukturen entsteht und im wesentlichen durch vier Schlüsselrollen gekennzeichnet ist, von denen drei eindeutig Führungsrollen sind: 1) leitende Führungskraft (z.B. Geschäftsführungsmitglied, Abteilungsleiter) an der Spitze; 2) der funktionale Vorgesetzte; 3) der Produkt-/Projektvorgesetzte; und schließlich: 4) der "Untergebene" von einem oder mehreren Vorgesetzten. Die drei Führungsrollen unterscheiden sich in ihren Verhaltensweisen und müssen effizient ausgefüllt werden, wenn die gesamte Matrixorganisation effizient sein soll. Das Hauptziel der Leitenden Führungskraft muß sein, die Macht innerhalb der ihr unterstellten Organisationseinheit auszubalancieren und beweglich zu halten, damit das Unternehmen auf Änderungen der Gesamtwirtschaftslage adäquat reagieren kann (z.B. bei Verschiebung in Richtung Umweltschutz). Die Aufgaben von funktionalen Vorgesetzten sind in einer Matrixorganisation proaktiv (Produktmanagement) – und nicht mehr reaktiv. Sie bieten aktiv ihre Hilfe an und warten nicht mehr auf Nachfragen durch die Produktvorgesetzten. Die Produkt-, Programm-, Projekt- oder Bereichs-Vorgesetzten müssen die Probleme ordnen, nicht aber unbedingt lösen können und sollten durchaus aus dem dominierenden Spezialbereich kommen, um Anerkennung zu finden. Wichtiger aber ist, daß sie lernen, Geschäftsführereigenschaften zu entwickeln (Führung, Managementfunktionen).

Literatur

Kolodny, H. F. (1987). Matrixorganisation und Führung. In A. Kieser u.a. (Hrsg.), Handwörterbuch der Führung (1415-1427). Stuttgart: Poeschel.


 
     
 
 
 
     
 
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