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Personale Existenzanalyse

 
     
   
Abk. PEA, eine zentrale Methode der Existenzanalyse und Anleitung für den (psychotherapeutischen) Prozeß zur Entwicklung einer autonomen, authentischen, emotional erfüllten, sinnvollen und personal verantworteten Existenz. Die Entwicklung der PEA markiert die personale Wende in der Existenzanalyse, durch die subjektives Erleben, Emotionen, personale Prozesse vor, während und nach dem Existenzvollzug (Grundmotivationen, personal-existentielle) sowie die Biographie in den Mittelpunkt existenzanalytischer Psychotherapie rückten. Dadurch wurde das von Frankl als zentral für die Existenz angesehene Sinntheorem (Sinn, Logotherapie) den personalen Prozessen zeitlich nachgeordnet; das Sinnkonzept erwies sich nur selten als direktes psychotherapeutisches Instrument geeignet. Die PEA basiert auf dem prozessualen Personkonzept (Person), wonach die Person ihr Sein im dialogischen Austausch mit der Welt über drei Schritte vollzieht: phänomenologische Analyse, authentische Restrukturierung, Selbstaktualisierung. Sie markieren die drei Grundfähigkeiten personaler Begegnung, sind dafür konstitutiv und schaffen den inneren (subjektiv-intimen) als auch äußeren (begegnenden) Zugang zur Person. Die drei Fähigkeiten bilden im dialogischen Geschehen wie im subjektiven Erleben stets eine Einheit. Darin kommt die Offenheit, Selektivität und Interaktivität (Kommunikativität) des Personseins zum Ausdruck .

Literatur

Längle, A. (1993). Personale Existenzanalyse. In A. Längle (Hrsg), Wertbegegnung. Phänomene und methodische Zugänge. Wien: GLE-Verlag.
 
     
 
 
 
     
 
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