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Pfadanalyse

 
     
   
statistisches Vorgehen zur Überprüfung komplizierter beobachtbarer Kausalzusammenhänge, das auf regressionsanalytischen multivariaten Verfahren beruht (Multivariate Analysemodelle). Die in einem Modell postulierten Zusammenhänge (Korrelationen) lassen sich graphisch als kausale Beziehungen in einem Pfaddiagramm und mathematisch als Satz von Strukturgleichungen darstellen (Pfadmodell). So kann man die Höhe des Einkommens dadurch zu erklären versuchen, daß man annimmt, das Einkommen sei von der Bildung und dem ausgeübtem Beruf der Person sowie dem Beruf des Vaters abhängig: Der Beruf des Vaters wirke auf die Wahl der Ausbildung und die spätere Berufswahl und bestimme so das Einkommen . Aufgrund der empirisch ermittelten Korrelationen zwischen den verschiedenen Modellvariablen (Einkommen, Ausbildung, Beruf und Beruf des Vaters) können über die Strukturgleichungen die Modellparameter oder Pfadkoeffizienten geschätzt werden. Das Vorgehen der Pfadanalyse setzt drei Dinge voraus: 1) ein umfassendes theoretisches Bezugssystem, das die Einflußgrößen eindeutig benennen und die vermuteten Abhängigkeiten angeben kann; 2) eine Verknüpfung der theoretischen Erkenntnisse, um direkte und indirekte Effekte in einem Pfaddiagramm zu verdeutlichen; 3) die präzise Übertragung der theoretischen Annahmen in die Strukturgleichungsmodelle.
 
     
 
 
 
     
 
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