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Psychopharmakotherapie

 
     
   
medikamentöse Therapie bei psychiatrischen Störungen. Psychopharmaka werden gern als "chemische Zwangsjacke" verurteilt, die psychische Störungen nur symptomatisch unterdrücken, aber nicht kausal heilen. Insbesondere wirkt der Vorwurf schwer, da viele therapeutisch eingesetzte Psychopharmaka, v.a. Neuroleptika, unangenehme Nebenwirkungen, wie z.B. einen medikamentösen Parkinsonismus, Unruhe und eine Verminderung des Antriebs hervorrufen. Doch es ist unbestritten, daß der Verlauf vieler psychotischer Erkrankungen (Psychose) durch Neuroleptika kürzer und weniger schwer ist. Zudem können soziale Rückzugstendenzen vermindert und die Selbständigkeit schneller zurückgewonnen werden. Eine wertvolle Möglichkeit bietet sich bei der Rezidivprophylaxe psychotischer Erkrankungen. Hier wird eine geringe Erhaltungsdosis, z. T. durch ein Depotmedikament, verabreicht, um einen Rückfall in die Krankheit zu verhindern oder zumindest seltener werden zu lassen. Auch bei neurotischen Erkrankungen (Neurose) kann eine Unterstützung durch Medikamente sinnvoll sein, z.B. um den akuten Leidensdruck zu lindern (Medikalisierung, Psychopharmakologie).
 
     
 
 
 
     
 
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