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Retardiert

 
     
   
zurückgeblieben, »verspätet«, im Gegensatz zur Frühreife. Ein Kind, das sich langsamer entwickelt als seine Altersgenossen, wird dadurch zum Teil isoliert, ist leichter verletzlich, kann sich schwerer anpassen, mag aber eben durch seine Kindlichkeit auch besondere Fürsorge bis zur Verwöhnung auf sich ziehen. Durch eine übergroße Behütung wird die Entwicklung geradeso gehemmt wie durch eine Störung des Selbstbewußtseins. Dann fehlt der Mut, sich an die Aufgaben der neuen Altersstufe zu wagen. Nahezu immer ist das Zurückbleiben durch eine Verzögerung der sexuellen Entwicklung gekennzeichnet. Die altersmäßige Ablösung aus den Liebesbeziehungen in der Familie und die Erprobung neuer Bindungen fällt schwer. Diese Scheu wirkt sich auch auf die geistige Entwicklung aus. Oft jedoch folgt auf eine Periode des scheinbaren Stillstandes eine stürmische Entwicklung, in der das Versäumnis nicht nur nachgeholt wird, sondern die dem durchschnittlichen Altersniveau plötzlich vorauseilt.
 
     
 
 
 
     
 
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