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Rezipiententypologien

 
     
   
Typen von Personengruppen mit ähnlicher Ausstattung von Persönlichkeitseigenschaften; Einteilungsschemata für Gruppen von Mediennutzern, die entweder in ähnlicher Weise mit dem Medium umgehen (= verhaltensbezogene Typologien) oder die vergleichbare Muster bei Wirkungsvariablen zeigen (= reaktionsbezogene Typologien). Sie werden häufig mit Hilfe der Clusteranalyse oder der Faktorenanalyse gewonnen. In der Abkehr vom Reiz-Reaktions-Ansatz wird in der heutigen Medienwirkungsforschung auf organismische Variablen, zu denen sowohl (situativ variable) Nutzungsmotive als auch (überdauernde) Persönlichkeitsmerkmale zählen, als wichtige Einflußfaktoren für die Effekte von Medienbotschaften Bezug genommen. Bekannt sind Typisierungen nach der Intensität der Fernsehnutzung (Vielseher-Wenigseher), nach den Programmpräferenzen (Unterhaltungsseher-Informationsseher), nach einzelnen Persönlichkeitsmerkmalen (externe vs. interne Kontrollüberzeugung) und nach Clustern von Persönlichkeitsmerkmalen (Persönlichkeit). Beispielsweise läßt sich zeigen, daß sich Zuschauer bezüglich der Nutzung von Actionfilmen in systematischer Weise voneinander unterscheiden. Oder: Werden die Gruppen der Action-Gegner, Action-Vermeider und Action-Kenner getrennt, so läßt sich demonstrieren, daß sich diese in ihrer Aggressionsbereitschaft, im Angstbewältigungsstil, in der subjektiven Befindlichkeit und der physiologischen Reaktionsbereitschaft erkennbar voneinander unterscheiden.


 
     
 
 
 
     
 
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