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Schmerzschwelle

 
     
   
läßt sich durch schrittweise Erhöhung der Reizintensität erreichen und ist (als untere Schmerzschwelle) definiert als “deutlich unangenehm, an der Grenze zum Schmerz”. Bei weiterer Erhöhung würde dann die sog. Interventionsschwelle erreicht, bei der der von Schmerz Geplagte irgendetwas gegen seinen Schmerz zu unternehmen versucht (.z.B. Tablette nehmen). Die Toleranzschwelle ist erreicht, wenn die subjektive Kontrolle (Selbstkontrolle) verloren geht (Folter). Die Reaktion auf Schmerzreize ist selbst bei relativ homogenen Stichproben sehr unterschiedlich. In der Abb. finden sich die Ergebnisse aus einer Untersuchung mit 250 Medizinstudenten. Schon in einem Bereich, in dem manche noch nicht einmal die Wahrnehmungsschwelle (Reizung der Haut) erreicht haben, empfinden einige andere Schmerz. Am anderen Extrem gibt es Studentinnen und Studenten, die selbst bei der hier technisch gegebenen Obergrenze von 5 mA noch keinen Schmerz angeben. Die bloße Wiederholung des Experiments erbringt eine Erhöhung der Schmerzschwelle, bedingt durch Angstabbau und Bekanntheitsgrad. Können sich die Versuchspersonen selbst die Stromstöße geben, erfolgt durch den Einfluß der Selbststeuerung eine weitere Anhebung der Schmerzschwelle.

Literatur

Rösler, H.-D., Szewczyk, H. & Wildgrube, K. (1996). Medizinische Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
 
     
 
 
 
     
 
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