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Schnitzler

 
     
   
Arthur, 1862–1931, österreichischer Schriftsteller und bedeutender Kritiker der österreichisch-ungarischen "K- und K"-Gesellschaft und ihrer Entwicklung um die Jahrhundertwende; nach Abschluß des Medizinstudiums und Promotion in Wien 1886-1893 Assistenzarzt an verschiedenen Wiener Krankenhäusern; Bekanntschaft mit Sigmund Freud, mit dem er das Interesse für das Un- und Unterbewußte teilte. 1893 Eröffnung einer Privatpraxis, 1900 Beschlagnahmung der "Neuen freien Presse", wo "Lieutenant Gustl" erscheint. Die Buchausgabe von "Der Reigen" (1904) wird in Deutschland verboten. 1921 kommt es in Berlin anläßlich der Aufführung des "Reigen" zum Prozeß wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses". Zwischen 1899 und 1930 schreibt Schnitzler zahlreiche Dramen, die teils sozialkritische, teils psychologische Themen behandeln. Von der Psychoanalyse (Sigmund Freud) beeinflußt thematisiert Schnitzler die unbewußten Abgründe des Seelischen, läßt seinen Personen jedoch einen Rest von Geheimnis. In seinen Werken tritt eine dem Nihilismus verwandte Grundhaltung zutage: Alle Werte sind zweifelhaft geworden. Es gibt nur ein Unzweifelbares: das Nichtsein, den Tod (Existenzphilosophie).


 
     
 
 
 
     
 
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