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Schulreife

 
     
   
Bezeichnung für den erforderlichen körperlichen und geistigen Entwicklungsgrad, der für den Schulbeginn notwendig ist und folgende Bereitschaften und Fähigkeiten umfaßt: Aufgaben übernehmen, zwischen Spiel und Arbeit unterscheiden, Aufnahmefähigkeit in der Gruppe, verlieren können, Unterscheidung “mein-dein”, sich in eine Gruppe einordnen, ausdauernd und zielstrebig arbeiten, unabhängig von ständiger Betreuung durch die Familie sein, Konzentration. Für die Schule ist es oft schwierig, die "Grundschulfähigkeit" eines Kindes abzuschätzen, wenn sie von verschiedenen Seiten Informationen über das Kind erhält und diese auf ihre pädagogisch-prognostische Relevanz hin bewerten soll. Dies gilt insbesondere, wenn es sich dabei um Globalaussagen handelt, wie z.B.: "Kind ist nicht belastbar.” Die körperliche Schulreife soll sicherstellen, daß der Schulanfänger den physischen Anforderungen gewachsen ist, die ein Schulbesuch mit sich bringt (z.B. Handgeschicklichkeit). Für die Feststellung der psychischen Schulreife werden meist Testverfahren (Schulreifetest, SGT) herangezogen Manchmal wird vom körperlichen Entwicklungsstand des Kindes ein (sehr umstrittener) Rückschluß auf den psychischen Entwicklungsstand gezogen. Früher wurden schulunreife Kinder vom Unterricht zurückgestellt, um ihnen Gelegenheit zur Nachreifung zu geben. Dabei blieb das Kind in der Regel in seiner bisherigen Umgebung, ohne eine zusätzliche Förderung zu erfahren. Heute geht man davon aus, daß man psychische Entwicklungsverläufe aktiv beeinflussen kann. Der Entwicklungsstand eines Kindes scheint weniger von den Reifungsprozessen als von seinen Lernerfahrungen abhängig zu sein ( Lernen, Erfahrung).


 
     
 
 
 
     
 
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