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Sekundärvarianz

 
     
   
, auch: Störvarianz, eine systematische Fehlerstreuung. Darunter versteht man diejenige Varianz, die unkontrolliert zusätzlich zur Primärvarianz (Varianz, die auf die Wirkung der unabhängigen Variablen zurückgeht) die Werte beeinflußt und zu einer systematischen Verzerrung der Ergebnisse führt. Zu den Fehlerquellen zählt die Personenvarianz und die situationale Varianz. Die Sekundärvarianz sollte nicht mit der Fehlervarianz, der unsystematischen Fehlerstreuung verwechselt werden (Meßfehler; Meßfehler, systematische; Versuchsplanung). Techniken zur Kontrolle von Sekundärvarianz im Sinne des sog. Max-Kon-Min-Prinzips – Maximieren der mit den unabhängigen Variablen (uV) bewirkten Primärvarianz, Kontrollieren der die abhängige Variable (aV) beeinflussenden Sekundärvarianz, Minimieren der Fehlervarianz – sind Eliminieren, Konstanthalten, Parallelisieren und Wiederholungsmessung. Durch Blockbildung oder Mischformen dieser Techniken soll der Einfluß von Störvariablen, die nicht zu den uV gehören, aber gleichwohl systematisch auf die aV einwirken, “kontrolliert”werden, indem sie in ihrer Wirkung neutralisiert oder, in eine uV umgewandelt, expliziert werden.


 
     
 
 
 
     
 
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