A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Spencer

 
     
   
Herbert, 1820–1903, englischer Sozialtheoretiker und einer der angesehensten englischen Philosophen seiner Zeit, wird häufig als einer der ersten Soziologen bezeichnet. Spencer war ursprünglich Ingenieur, wurde dann Invalide und konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben. Er wandte sich der Schriftstellerei zu und bildete sich weitgehend autodidaktisch fort. Durch seine Beschäftigung mit der Literatur kam er mit der Evolutionstheorie des französischen Naturalisten Lamarck in Berührung, die großen Einfluß auf ihn ausübte. Dieser Theorie (die heute allerdings widerlegt ist) zufolge sind die erworbenen Eigenschaften eines Individuums vererbbar. 1855 erschienen Spencers “Principles of Psychology”, in denen er beschrieb, daß alle organische Materie aus einem Zustand der Einheit heraus entstehe und daß sich individuelle Charakteristika allmählich im Zuge der Evolution herausbildeten. In seinem Hauptwerk “A System of Synthetic Philosophy” (1860) entwarf er ein umfassendes philosophisches System, das auf seiner Evolutionstheorie beruhte und alle bis dahin bekannten Wissensgebiete umfaßte. Spencer fand seinen Platz unter den bedeutendsten Denkern des ausgehenden 19. Jahrhunderts vor allem durch seinen Versuch, das gesamte Wissen seiner Zeit (Biologie, Soziologie, Ethik, Politik, Philosophie) unter einem evolutionstheoretischen Aspekt zusammenzufassen.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Spekulative Psychologie
Sperber
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Duke-UNC Functional Social Support Questionnaire | Binswanger-Krankheit | Dispensation suggestive
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon