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Sternberg-Paradigma

 
     
   
1) Nach dem amerikanischen Psychologen Paul Sternberg benanntes Paradigma bzw. methodisches Vorgehen der experimentellen Gedächtnispsychologie: Ein Proband wird aufgefordert, einige Items (z.B. Ziffern) im Gedächtnis zu behalten. Die danach folgende Frage, ob sich eine bestimmte Ziffer unter den zu merkenden Items befand, soll er so schnell wie möglich beantworten. Die Reaktionszeiten liegen zwischen 400 und 600 msec bei einem Umfang von eins bis sechs Ziffern. Wird die Zahl der Items erhöht, steigt die Reaktionszeit zum Beantworten der Frage (ausgehend von einem Schwellenwert, der nicht unterschritten wird) linear mit der Anzahl der Items an. Erklärt wird dieser Befund dadurch, daß eine bestimmte Zeit notwendig ist, um den Reiz zu enkodieren, dann muß der Reiz mit jedem der Vergleichsreize verglichen werden, was etwa 38 msec pro Reiz erfordert. Schließlich muß noch die Antwort generiert werden (Informationsverarbeitung). 2) Varianzanalytischer Versuchsplan v.a. in der Reaktionszeitforschung, in dem mehrere abhängige Variablen, die je mindestens zwei Stufen enthalten, gekreuzt sind (Varianzanalyse). Die Faktoren werden danach ausgewählt, daß jeder der Faktoren mindestens eine der nur vermuteten Stufen beeinflußt. Treten z.B. Haupteffekte auf, wird auf die Existenz einer Stufe geschlossen. Bei Wechselwirkungen wird auf ein Zusammenwirken von Faktoren geschlossen. Dieses Paradigma läßt in gut durchdachten und sorgfältig geplanten Versuchsplänen Rückschlüsse auf innere Prozesse zu.
 
     
 
 
 
     
 
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